NATURCAMPEN – WENN WÜNSCHE IN ERFÜLLUNG GEHEN

Es ist sechs Uhr morgens. Erstmal Fenster auf, was für ein wunderschöner Ausblick. Die Vögel zwitschern, der Wind streift sanft durch die Bäume und bringt die Birkenblätter zum singen … schöner kann man kaum aufwachen.

Der Beagle ist sehr aufmerksam und geniesst diesen angehenden Tag genauso wie ich.

Aber ich muss pinkeln … auf zu den Plumpsklosetten.

Nach dem Vergnügen der Plumpsklosette – die im Übrigen super sind, da ich rausgucken kann und Carlson sehe – erkunden wir das „Maincamp“. Aha, Badezimmer, Küche, mehr Plumpsklosetten und checken die Optimierung der Laufwege. Immer schön, wenn der Weg zum Klo kurz ist.

Danach legen wir uns nochmal hin und geniessen das gemütliche Kuscheln mit Ausblick.

Danach gehe ich eine weitere Runde mit Carlson, schaue an der Rezeption vorbei und melde uns an.

Dazu gibts noch Brötchen und Zimtschnecken für das Frühstück.

Inzwischen ist Principessa Kira von ihrer Erbse gestiegen und hat wieder Bodenhaftung. Also stärken wir uns um danach unser Camp vollständig zu installieren.

FRÜHSTÜCK

Zu Brötchen und Zimtschnecken probieren wir Scrambled Eggs aus der Tüte mit Wasser abgemischt. Dazu gibt es Käse, Marmelade, Honig und Obst. Natürlich starten wir den Tag mit leckerem Cappucino.

Das Rührei ist lecker, allerdings mutet die Konstistenz – ein wenig bröckelig – merkwürdig an. Carlson freut sich, denn wir schaffen nur 2/3 der Portion … also kommt der Beagle auch auf seine Kosten.

Nachdem wir unser Camp komplett aufgebaut haben, , fahren wir im Nachbarort in einen Tante-Emma-Laden und arbeiten unsere Essensliste ab. Natürlich bekommen wir nicht das, was wir auf unserer Wunschliste haben. Bei Kira entfällt Ketchup, weil den gibt‘s erst ab 500ml – eigene Vorgabe. Bei mir entfällt jegliche Art von Frischfisch, ist aber nicht schlimm. Skagenröra, Kaviar, Bregott und Knäcke sind super. On top gibt‘s 4 Packungen Center Schokolade. Zurück am Campingplatz gehts ab in die Bikinis und ab ins Wasser. Duschen ist hier out – hier wird gebadet und zwar überall. Mit ökologischer Seife darf auch im See Selbsthygiene betrieben werden.

Und genau das machen wir jetzt endlich – Haare waschen. Herrlich!!! Carlson kommt mit Baden und schwimmt. Ein Beagle ist natürlich nicht vergleichbar mit einem Weimaraner oder Labrador. Aber er kann’s. Nach dem Bad wird erstmal ordentlich abgerubbelt.

Wir bauen unser Partyshelter-Zelt auf und vervollständigen unser Camp. Bringen unsere Kühlbox zum Kühlschrank.

Dann müssen die Vorräte aufgefüllt werden, also fahren wir in den nächsten Ort zu ICA (Supermarkt) und kaufen ein. Es ist ein besserer Tante Emma Laden, aber wir bekommen fast alles, was wir haben wollen. 

Und zurück zum Campingplatz. In der Infobroschüre habe ich gesehen, dass Wanderwege durch das Areal führen. Also packe ich mir Kalle, Badeklamotten und mache mich mit Messer, Bauchtasche auf zur Wanderung. Wir beginnen mit dem Blue-Ribbon-Weg, der dann in den White-Ribbon-Weg mündet, der über das östlich gelegene Gelände führt. Auf dem kleinen Trampelfpfad geht es durch Kiefer- und Birkenwälder. Über kleine Brücken über die Seitenarme des Sees. Bei Eagle Point mache ich an Fridas Beach eine Pause und genieße diese herrliche Aussicht auf den See.

Dann geht‘s weiter wieder über kleine Brücken Richtung Camp. Und ich fühle mich wie in einem riesigen Freizeitpark.

Jetzt ein bisschen Mails checken und sehen, dass alles läuft. Inzwischen geht es Richtung späten Nachmittag und Kira und ich – Carlson natürlich auch – freuen uns darauf, dass Esszimmer auszuprobieren.

Arme Kira muss ihre Tante ertragen: So Sweetheart, weil ich keinen Bock habe, die 30 Meter mehrmals hin- und herzulaufen, checken wir, was wir alles brauchen.

Menschen in jungem Alter neigen dazu, einfach loszulaufen und erst hinterher darüber nachzudenken. 

Also gehen wir die Packliste durch, stellen unsere Nahrungsmittel für das Abendessen zusammen, gehen vorbei am Kühlschrank und die 10 Meter weiter zum Esszimmer.

Grill anschmeissen, Klamotten ausbreiten und anfangen zu essen. Für mich gibt es Skagenröra (eine Art Krabbensalat) mit Fischeiern, Kira brät sich auf dem Grill Sköttbullar.

Es gibt einfach nix schöneres als draußen zu Essen.

Nachdem wir hier rumgehangen haben wird alles zusammen gepackt und ich mache mich auf zu spülen. In der Küche ist nix los, also bin ich schnell wieder zurück.

Dann geht‘s auf zum Badezimmer. Es ist warm und trocken und … wir sind auf einem Naturcampingplatz. Das bedeutet auch Ameisen. Kira, in ihren Flipflops, wird gerne als neue Ameisenstrasse angenommen. Tja, gemütlich Zähneputzen geht in Flipflops nicht.

Ab wieder zum Platz und den Abend bei Crackern und Bier geniessen. Die Dänen gegenüber werden ihren letzen Abend feiern und wir ziehen uns früh in unsere Kojen zurück.

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